
Castello di Rovigo und die Türme Donà und Grimani
Die zwei Türme, aus denen die Stadt hervorging
Zwei schiefe Türme, ein Garten, ein paar Mauerreste: Das ist alles, was von der Burg bleibt, aus der vor über tausend Jahren Rovigo entstand.

Eine Stadt mit schiefen Türmen, mit einem Kanal, der unter der Hauptstraße begraben liegt, und mit Bischöfen, die tausend Jahre lang fern ihrer Kathedrale lebten. Hier erzählen wir, was man nicht sieht.
Geschichte, Landschaft, Menschen, verborgene Wunder
Rovigo, mehr als du denkst
Tausend Jahre lang lebte der Bischof „von Adria“ in Rovigo. Kirchen, Klöster und Archive bewahren diese Geschichte. Sie beginnt bei San Domenico, der Kirche, die der Stadt nur ihre Seite zeigt.

Die Kirche, die nur ihre Flanke zeigt
Kein Kirchplatz, keine Fassade: Der Stadt zeigt sie nur eine Flanke. Dahinter liegen fünf Jahrhunderte Spital, Dominikaner und Markt.
Kirche San DomenicoZu Fuß durch die Stadt, mit dem Auto durch den Polesine, Station für Station.
Alle TourenAcht Stationen zwischen Kirchen, Klöstern und Archiven, alle zu Fuß in der Altstadt. Der Weg beginnt bei San Domenico, der Kirche, die der Stadt nur ihre Seite zeigt. Er führt zum Dom, Sitz des Domkapitels, und zu dem Gebäude, in dem nach dem Konzil von Trient Priester ausgebildet wurden. Er endet an der Rotonda, dem achteckigen Tempel, der um ein als wundertätig verehrtes Bild entstand.
Vom Platz mit dem Markuslöwen zu den Burgtürmen, vorbei an den Kunstpalästen und über den Corso, unter dem ein verschwundener Kanal liegt. Ein Rundgang durch das Herz der Stadt auf der Suche nach dem, was vor dem Heutigen da war: das Ghetto, die Mauern, das Wasser.
Nach Westen ins Herz des Polesine. In Fratta die Villa Palladios und die Villa, die mit dem Bankett der Carbonari von 1818 verbunden ist. Dann die Basilika von San Bellino, dem Schutzpatron der Diözese, die Villa in Canda, die Abtei Vangadizza in Badia und auf dem Rückweg das Heiligtum Pilastrello in Lendinara.
Von der Stadt, die der Adria ihren Namen gab, bis zum Leuchtturm, an dem der Po ins Meer mündet. Die Krypta unter der Kathedrale, das Wagengrab mit seinen Pferden, der Kanal, den Venedig 1604 graben ließ, um den Fluss umzuleiten, die antike Siedlung San Basilio und die Lagune Sacca degli Scardovari.
Der Po hat den Polesine geformt und ihn mehr als einmal überflutet. Diese Route folgt dem Fluss: die Este-Burg in Arquà, die Villa in Polesella und weiter nach Ficarolo, wo ein mittelalterlicher Deichbruch den Lauf des Po veränderte. Unterwegs zu lesen: die Geschichten der Flut von 1951.
Weniger als ein Kilometer durch die Altstadt, fünf Stationen und fünf Jahrhunderte. Start ist an den Türmen der Burg, Ziel die Rotonda, vorbei am Domplatz, wo einst der Dometto stand, an der Piazza, wo ein Nilforscher ruht, und an der Kirche, in der die Inquisition saß.
Von den Casoni der Fischzuchtlagunen zum Schöpfwerk, das die Isola di Ariano trockenlegte, von den Muschelzuchten der Sacca bis zur Sandinsel Scano Boa. Eine Route, um zu verstehen, wie das Delta entstanden ist, und wie es schmeckt.
Eine Route durchs Hinterland, von Fratta nach Trecenta: das Dorf, das vor dreitausend Jahren Elfenbein verarbeitete, die Gemüsefelder aus einem Dammbruch der Etsch, das Paar des Risorgimento, der Journalist, der einem internationalen Preis den Namen gab, und ein Strudelsee, in dem, so heißt es, versunkene Glocken läuten.
Kirchen, Paläste, Türme, Villen und Landschaften in Rovigo und im Polesine, jeder mit seiner Geschichte.

Viereinhalb Jahrhunderte Bücher, Kunst und Eintracht
1580 aus Gelehrtentreffen im Palast eines Grafen entstanden, hütet die Accademia dei Concordi die Stadtbibliothek und eine kostbare Gemäldegalerie.

Die Straße, die über einen Fluss führt
Der Corso del Popolo verläuft, wo einst der Adigetto floss. 1937 wurde das Gewässer umgeleitet, und die alte Flussstadt veränderte ihr Gesicht.

Die zwei Türme, aus denen die Stadt hervorging
Zwei schiefe Türme, ein Garten, ein paar Mauerreste: Das ist alles, was von der Burg bleibt, aus der vor über tausend Jahren Rovigo entstand.
Villen, Abteien, Wallfahrtsorte, Burgen und das Po-Delta: der Polesine, den kaum jemand kennt.

Die Abtei, die Herrschaft und Bistum war
Badia Polesine trägt den Namen einer Abtei, die Lehen und Bistum war. Geblieben sind Kreuzgang, Apsis und ein schiefer Glockenturm voller Erinnerung.

Zwei Kathedralen und sechs Apostel unter der Erde
In Adria stehen sich zwei Kathedralen gegenüber. Darunter bewahrt eine Freskenkapelle mit sechs Aposteln mehr als tausend Jahre Glaubensgeschichte.

La Badoèra, Palladios Tempel in der Ebene
Die einzige UNESCO-Stätte des Polesine: Hier nutzte Palladio erstmals die Tempelfassade, flankiert von Seitenflügeln wie zwei offenen Armen.
“Die faszinierendsten Städte sind jene, die noch überraschen können.”— Rovigo Segreta
Rovigo ist eine Geschichte, die weitergeht.