
Abtei Vangadizza
Die Abtei, die Herrschaft und Bistum war
Badia Polesine trägt den Namen einer Abtei, die Lehen und Bistum war. Geblieben sind Kreuzgang, Apsis und ein schiefer Glockenturm voller Erinnerung.
Entdecken Sie Sehenswürdigkeiten in Rovigo, von Plätzen und Kirchen bis zu verborgenen Orten im Polesine. Fotos, Quellen und Ortsbeschreibungen helfen bei der Auswahl Ihrer Besuchsziele.
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Die Abtei, die Herrschaft und Bistum war
Badia Polesine trägt den Namen einer Abtei, die Lehen und Bistum war. Geblieben sind Kreuzgang, Apsis und ein schiefer Glockenturm voller Erinnerung.

Viereinhalb Jahrhunderte Bücher, Kunst und Eintracht
1580 aus Gelehrtentreffen im Palast eines Grafen entstanden, hütet die Accademia dei Concordi die Stadtbibliothek und eine kostbare Gemäldegalerie.

Die Straße, die über einen Fluss führt
Der Corso del Popolo verläuft, wo einst der Adigetto floss. 1937 wurde das Gewässer umgeleitet, und die alte Flussstadt veränderte ihr Gesicht.

Zwei Kathedralen und sechs Apostel unter der Erde
In Adria stehen sich zwei Kathedralen gegenüber. Darunter bewahrt eine Freskenkapelle mit sechs Aposteln mehr als tausend Jahre Glaubensgeschichte.

Der Wagen, drei Pferde und die Stadt, die einem Meer den Namen gab
Drei geschirrte Pferde, ein Streitwagen aus dem 3. Jh. v. Chr.: Im Museum von Adria taucht die Etruskerstadt auf, die der Adria den Namen gab.

Der schiefe Turm, der sich selbst korrigierte
Der Glockenturm von Ficarolo neigt sich nicht nur: Sein Profil knickt in drei Abschnitten ab. Zeichen eines langen Ringens der Baumeister mit dem Boden.

Turm, Graben und ein Geheimgang, den niemand fand
Zinnenturm, Graben und ein Hof mit dreizehn Bögen: In Arquà steht eine Burg aus dem 12. Jahrhundert, um die sich die Legende eines Geheimgangs rankt.

Das Oratorium aus der Zeit der ersten Franziskaner
Nahe San Francesco steht ein Oratorium aus dem 15. Jahrhundert, wo die ersten Brüder eine Kapelle bauten. Innen: weiße Säulen und eine alte Madonna.

Eine Madonna von Pompeji im ärmsten Rovigo
Die Fosse waren ein armes, ungesundes Viertel des alten Rovigo. Hier entstand Anfang des 20. Jh. ein zweifarbiges Kirchlein für die Madonna von Pompeji.

Neunhundert Grabsteine hinter einer stillen Fassade
Hinter einer fast namenlosen Fassade in der Via Stacche bewahren rund 900 Grabsteine die letzte Erinnerung an die jüdische Gemeinde von Rovigo.

Tausend Jahre für den Weg von Adria nach Rovigo
Der Bischof von Adria lebte seit dem 10. Jahrhundert in Rovigo, doch die Kurie folgte ihm erst 1909. Geschichte eines Umzugs, der tausend Jahre dauerte.

Die Kirche der Bischöfe mit der nie vollendeten Fassade
Hier beteten die Bischöfe von Adria seit tausend Jahren. Achteckige Kuppel, unvollendete Fassade, Schätze ab dem 16. Jh.: Rovigos Konkathedrale.
Der weiße Turm, wo das Land endet
Am Ende des Deltas, zwischen Schilf und Sandinseln, markiert ein weißer, rund 45 Meter hoher Turm die Stelle, an der der Po in die Adria mündet.

Der Garten, der eine verschwundene Kleinstadt birgt
Wo heute der Garten der Piazza Merlin liegt, stand Rovigos jüdisches Ghetto, 1930 abgerissen. Geschichte einer Gemeinde und einer verlorenen Kleinstadt.

Zwei Achtecke für eine Madonna mit der Rose
Ein Wunderfresko, zwei Achtecke ineinander, sechzig Jahre große venezianische Malerei: Die Rotonda ist Glaube und Macht der Serenissima.

Wo die Notare die Geschäfte der Stadt niederschrieben
Unter diesen gotischen Bögen arbeiteten Rovigos Notare schon vor 1286. Und im Turm hängt noch die Glocke der alten Burg.

Auf den Spuren der ummauerten Stadt
Straßen namens „Mure“, ein Wachturm, der zum Wohnhaus wurde, im 19. Jahrhundert geschleifte Tore: ein Rundgang durch das ummauerte Rovigo.

Rodigo, Rhodigium und die Stadt der Rosen
Rodigo, Rhodigium, Stadt der Rosen: Woher kommt der Name Rovigo? Zwischen germanischen Thesen, Versen Ariosts und Humanisten – was wir wissen.

Fresken, berühmte Gäste und Hörsäle
Hier wohnten der letzte venezianische Podestà, Kaiser Franz Joseph und Garibaldi. Heute lernen Studierende in den Freskensälen des Palazzo Angeli.

Der Palast, der einen König von Frankreich beherbergte
Michele Sanmicheli zugeschrieben, empfing er 1574 Heinrich III., König von Frankreich und Polen. Heute zeigt Palazzo Roncale Ausstellungen.

Der unvollendete Palast des Kardinals
Ein Kardinal, eine 1477 abgebrochene Baustelle, eine Backsteinfassade im Stil der Este: Heute ist Palazzo Roverella ein großes Ausstellungshaus.

Ein Fischmarkt im Gewand eines gotischen Palasts
Außen ein kleiner neugotischer Palast, innen Gusseisen und Glas wie im Paris des 19. Jahrhunderts: Die Pescheria Nuova überrascht am Corso.

Rovigos gute Stube und ihr wiedergefundener Löwe
1797 zerstörten die Franzosen den Markuslöwen, bis 1881 blieb die Säule ohne ihr Symbol. Die Geschichte von Rovigos guter Stube.

Das besterhaltene Tor der alten Stadtmauer
Ghibellinische Zinnen, Adelswappen und die Rille eines Fallgatters: Die Porta San Bortolo ist das am besten erhaltene der alten Tore Rovigos.

Die Lagune der Miesmuscheln und Pfahlbauten
Pfahlhütten, die sich im Abendlicht spiegeln, die DOP-Miesmuschel und eine neu erwachte Oase im Schilf: die Sacca degli Scardovari im Po-Delta.

Von Humiliaten-Wollwebern zu Olivetanermönchen
Humiliaten, Olivetanermönche, ein Altarbild vom Maler Seiner Britannischen Majestät, ein Kreuzgang voller Flussgeschichte: San Bortolo.

Etrusker, Römer und Mönche auf der alten Düne
Ein winziger Weiler auf einer alten Küstenlinie. Etrusker, Römer und Mönche kamen hier vorbei, und laut einer Überlieferung auch Dante.

Der Märtyrerbischof, der vor Tollwut schützt
Ein Bischof, im Hinterhalt getötet, Reliquien wiedergefunden zwischen Träumen und Po-Hochwassern: In San Bellino ruht der Patron der Diözese.

Die Kirche, die nur ihre Flanke zeigt
Kein Kirchplatz, keine Fassade: Der Stadt zeigt sie nur eine Flanke. Dahinter liegen fünf Jahrhunderte Spital, Dominikaner und Markt.

Das Kloster, das die Este stifteten
Hinter einer klassizistischen Fassade verbirgt sich das gotische Kloster Obizzos II. d’Este: die älteste noch aktive Ordensgründung der Altstadt.

Die Schwarze Madonna aus einer Sturmnacht
Eine kleine Statue aus dunklem Olivenholz, eine Sturmnacht und eine Quelle, zu der noch Pilger kommen: die Schwarze Madonna von Lendinara.

Das Seminar, das aus dem Konzil von Trient hervorging
Hervorgegangen aus dem Konzil von Trient, gewachsen in einem Augustinerkloster, heute Sitz des Staatsarchivs. Seine Bibliothek zählt 160.000 Bände.

Der Fluss, den die Serenissima umleitete
Vor über vierhundert Jahren verlegte Venedig den Po mit einem rund sieben Kilometer langen Kanal. Aus diesem Schnitt entstand ein Großteil des Deltas.

Die Bühne von Gigli, Tebaldi, Callas und Pavarotti
Hier debütierten Gigli und Tebaldi, hier sangen Callas und Pavarotti. Das Teatro Sociale erstand nach dem Brand von 1902 im Jugendstil neu.

Die zwei Türme, aus denen die Stadt hervorging
Zwei schiefe Türme, ein Garten, ein paar Mauerreste: Das ist alles, was von der Burg bleibt, aus der vor über tausend Jahren Rovigo entstand.

La Badoèra, Palladios Tempel in der Ebene
Die einzige UNESCO-Stätte des Polesine: Hier nutzte Palladio erstmals die Tempelfassade, flankiert von Seitenflügeln wie zwei offenen Armen.

Die Villa am Wasser, in der die Carbonari tafelten
Nahe der Badoèra, fast auf einer Insel: Hier eröffnete 1818 ein Bankett der Carbonari ein bewegtes Kapitel des Risorgimento in Venetien.

Die Villa des Dogen und die Schlacht am Po
Am Ufer des Po die Villa des Dogen Francesco Morosini. Davor der Fluss, auf dem Venedigs Flotte 1509 eine überraschende Niederlage erlitt.

Die Villa mit zwei Gesichtern und die traurige Gräfin
Zwei Fassaden, ein Park voller Götterstatuen, die Legende der traurigen Gräfin: In Canda versteckt sich eine der eindrucksvollsten Villen des Polesine.

Von der Zuckerrübe zu Messen und Tagungen
Generationen lang verarbeitete sie Zuckerrüben. Heute füllen Messen, Kongresse und Studierende die alte Zuckerfabrik: Industriekultur im Aufbruch.